Ist mein Hund schlecht sozialisiert?

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Ist mein Hund schlecht sozialisiert?

Ist mein Hund schlecht sozialisiert?

 

Es gibt viele Hunde die Angst vor fremden Menschen haben, die aggressiv auf kleine Kinder reagieren oder, häufigsten, mit anderen Hunden so gar nicht zurecht kommen.

Heißt das nun aber das der Hund schlecht sozialisiert ist? Ist nicht vielmehr die Erwartungshaltung unserer Mitmenschen und vielleicht auch von uns selbst viel zu hoch gesteckt?

 

 

Kind & Hund
 

Ein Kuss auf die Hundeschnauze kann auch unerwünscht sein

Wenn ich selbst keine kleinen Kinder habe wird mein Hund nicht direkt mit kleinen Kindern aufwachsen können und deren oft lautes und wildes Verhalten nicht als normal empfinden. Er kennt dann nur das ruhige, besonnene Verhalten seiner großen Menschen und das Verhalten von Kindern ist für den Hund dann erschreckend. Der Hund sagt also mit seinem Verhalten „Bleib weg, sonst beiß ich zu“.

Für den Hund ganz normales Verhalten, für uns Menschen ist es oft der böse Hund,der aggressive Hund. Dabei versucht der Hund hier nur, mit den ihm gegebenen Mitteln eine Grenze zu schaffen. Das Problem ist hier nicht wirklich immer der Hund sondern der Mensch der diese Grenze nicht sehen will oder kann und deshalb ignoriert. Viele Beißvorfälle würden gar nicht statt finden, wenn der Hundebesitzer seinen Hund unterstützen und helfen würde, also ihn aus der Situation herraus nehmen würde.

 

 

 

Auch das vielleicht nett gemeinte gestreichelt werden von wildfremden Menschen ist für unsere Hunde nicht normal. Es wird einfach erwartet das der Hund das lieb und geduldig erträgt. Nur bin ich als Mensch ja nicht mit einem Streichelzoo unterwegs wenn ich mit meinen Hund spazieren gehe und dem entsprechend 

Hund streicheln

   Gestreichelt werden ist nicht immer angenehm für den Hund

sollte ich mch aiuch zum Schutz meines Hundes Verhalten und fremden Menschen das anfassen meines Hundes untersagen. Kommentare wie „Ach, ist der der bissig!?“ müssen mich dann kalt lassen, oder ich muss eine freche Antwort parart haben wie z.B. „Nicht bissiger als Sie, wenn ich Ihnen Ihre Lockenparcht verwuschel“.

Hinzu kommt das der ausgewachsene Mensch größer ist als der Hund und sich deshalb auch oft über den Hund beugt. Für den Hund eine ganz klare Drohgebärde, die ein wildfremder Mensch da ihm gegenüber ausübt. Als Hundebesitzer muss ich also einschreiten um zu verhindern das mein Hund sich selbst verteidigen muss.

 

 

 

Sozialisiert3
 

Knurren und Zähne zeigen gehört beim spielen dazu

Die Begegnung mit anderen Hunden ist leider auch häufig ein Grund die gute Sozialisierung in Frage zu stellen. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle ob und wann mein Hund sich (in den Augen von mir selbst und auch von meinen Mitmenschen) daneben benimmt.

Mein Hund kann z.B. krank sein ohne das ich es bemerkt habe. Magenprobleme bemerken wir oft erst dann wenn sie mit Durchfall und Erbrechen ein her gehen.

Auch Läufigkeit kann ein Grund sein warum eine Hündin plötzlich „zickig“ reagiert oder Rüden sich nicht mehr ganz so gut verstehen, wenn diese Hündin in direkter Nachbarschaft wohnt.

Generell sind Abneigungen gegen einen bestimmten Hund, oder die Abneigung gegen bestimmte Rassen nicht selten. Oft liegt ein Kommunikations Problem vor, weil einige Rassen aufgrund ihrer Züchtung gar nicht wie ein Hund aussehen, und sich auch nicht wie ein Hund verhalten können.

Egal was der Grund ist, es sollte unserem Hund erlaubt sein sich mitzuteilen, wenn er Abstand wünscht, oder auch wenn ihm das gemeinsame Spiel zu weit geht. Ein bisschen knurren und bellen ist also durchaus normal, erst wenn es ausartet und unserer Hund nicht nur bei Waldi von nebenan Rabatz macht haben wir ein Problem das angegangen werden muss.

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