Positive Verstärkung

Veröffentlicht am von

Positive Verstärkung

Positive Verstärkung

Was ist eigentlich Positive Verstärkung


Positive Verstärkung wird oft verwechselt mit dauer Leckerli Einsatz. Das ist so Falsch, denn positive Verstärkung ist alles was unserem Hund gefällt, vom verbalen „fein gemacht“ über das streicheln bis hin zum Spiel. Am Anfang der Erziehung wird natürlich viel mit Leckerli gearbeitet, denn der Hund kennt unsere Sprache nicht, d.h. wir müssen ihm zeigen was wir von ihm wollen, wenn wir z.B. „SITZ“ sagen. 

Man könnte jetzt beim Kommando SITZ, die Leine kurz halten und das Hinterteil des Hundes runterdrücken. Der Hund würde nun Sitz machen und das ganze auch irgendwann verstehen. Leider würde er aber auch verstehen das das Kommando Sitz unangenehm und sogar schmerzhaft ist und sein Mensch dafür der Grund ist. Das Ergebnis wäre das der Hund zwar Sitz macht, aber kein Vertrauen zu seinem Menschen mehr hat und auch einen gewissen Abstand zu ihm hält um dem unangenehmen Druck auf sein Hinterteil zu entgehen.

Nimmt man nun ein Leckerli und hält es dem Hund vor die Nase, leicht nach oben über den Hundekopf, wird der Hund den Kopf strecken und das Hinterteil senken. Der Hund sitzt und bekommt sein Leckerli. Der Hund lernt nun das er, wenn er sich auf unser Komanndo hin setzt, belohnt wird. Jetzt wird der Hund gerne mit uns mitarbeiten und auch die Nähe zu uns suchen, denn die Arbeit mit uns lohnt sich für ihn.

Damit man aber nun nicht immer und überall, bei jedem Sitz ein Leckerli in den Hund reinstopfen muss, baut man diese Art der Belohnung langsam wieder ab. Wenn wir also das Gefühl haben unser Hund hat verstanden was wir bei dem Kommando SITZ von ihm wollen, wird er auf andere Art belohnt wie z.B. mit Anfangs erwähntem verbalen Lob. Das Leckerli bekommt er nur noch beim dritten oder fünften mal Sitz. So bleibt unser Hund in der Erwartungshaltung, d.h. er weiß er bekommt ein Leckerli, er weiß aber nicht wann er es bekommt.

Je älter der Hund wird um so selbstverständlicher wird für ihn das Ausüben unserer Kommandos. Nun sollte es aber für uns Menschen nicht selbstverständlich werden, das unser Hund hört. Auch ein Hund der 6, 7 oder 8 Jahre alt ist freut sich wenn er für ein Kommando das er befolgt gelobt wird. Und ganz ehrlich wir Menschen brechen uns keinen Zacken aus der Krone, wenn wir unserem Hund kurz über den Kopf streicheln und sagen „Fein gemacht“.

Kommentare: 0
Mehr über: Erziehung

Das Schreiben von Kommentaren ist nur für registrierte Benutzer möglich.
Anmelden und Kommentar schreiben Jetzt registrieren