Stubenreinheit

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Stubenreinheit

Stubenreinheit

Wie bekommt man den Welpen stubenrein?

Als aller erstes sollte man sich die ersten Tage und Wochen viel Zeit für das neue Familienmitglied nehmen. Ich schreibe Familienmitglied, da der Hund ein soziales Tier ist und nicht nur zum vorzeigen hervorgeholt werden möchte, sondern wann immer möglich mit und bei seiner Familie sein möchte.

Das Zauberwort für die Stubenreinheit heißt Konsequenz, allerdings nicht gegenüber dem Hund sondern gegenüber uns selbst. Ich als Mensch muss konsequent auf meinen Welpen achten... wird er wach gehe ich mit ihm raus, hat er gefressen gehe ich mit ihm raus, hat er getrunken gehe ich mit ihm raus, verhält er sich "seltsam" z.B. sucht er kreisend den Boden ab, gehe ich mit ihm raus. Dabei kann ich keine Rücksicht auf mich selbst nehmen und sagen "Ich telefoniere gerade, ich kann nicht", oder warten bis es aufhört zu regnen, das geht nicht. Wenn der Welpe muss, dann muss er egal ob es stürmt oder schneit und ich als Mensch muss so lange im Schneegestöber ausharren bis der Wurm sein Geschäft erledigt hat.

Nun kann es trotzdem passieren das ich mal nicht mitbekomme das der Kleine wach wird und das Malheur ist passiert, Pech gehabt den bestrafen nutzt gar nichts. Der Welpe weiß das es sein Häufchen oder Pipi ist, er kann nämlich um etliches besser riechen als wir, wenn ich ihn nun mit der Nase in das Geschehen tunke zerstöre ich nur sein Vertrauen in mich als Mensch, mehr erreiche ich damit nicht. Wenn ich jemanden bestrafen will sollte ich mir selbst was auf die Finger geben, ansonsten das Malheur kommentarlos entfernen.

Bekomme ich nun aber mit das der Welpe sich im Haus erleichtern will nehme ich ihn kommentarlos hoch und gehe mit ihm raus. Der Welpe lernt dadurch das er im Haus nicht in Ruhe sein Geschäft erledigen kann, draußen jedoch schon und wenn man ihn draußen auch noch dafür lobt ist es draußen für den Kleinen noch angenehmer.

Wenn ich jetzt noch für das "nach draußen gehen" immer die selbe Tür benutze, z.B. Terassentür, wird der Zwerg das alles miteinander verbinden: Draußen erleichtern ist Okay, Mensch freut sich, drinnen wird man gestört und durch die Terassentür komme ich nach draußen.

Meistens dauert es nur ein paar Tage und der Welpe läuft nach dem wach werden von ganz allein zur Terassentür um nach draußen zu kommen. Der Eine fängt vielleicht auch an zu fiepen, der Andere haut vielleicht mit der Pfote gegen die Tür, der Nächste sitzt vielleicht nur davor, egal was der Welpe macht, wir müssen auch hier schnell sein und ihn nicht lange warten bis wir ihn raus lassen.

Kurz zusammengefasst heißt das: In den ersten 1 -2 Wochen achte ich von morgens bis abends auf meinen Welpen, der Haushalt darf zu kurz kommen und wenn ich keine Zeit für das 3 Gänge Menü finde gibt es Ravioli aus der Dose. Passiert doch ein Malheur bin ich Schuld - niemals der Welpe.

Der Tage ist damit erklärt, aber es gibt ja auch noch die Nacht.

Für die Nacht gibt es drei Möglichkeiten.

1. Eine Transportbox oder Kiste wo der Welpe nicht alleine herauskommt

2. den Welpen am Bett mit der Hundeleine festbinden so das er sich nicht weit von seinem Schlafplatz entfernen kann.

In beiden Fällen muss der Hund mit ins Schlafzimmer. Wird der Welpe wach weil er muss, fängt er an zu jammern weil er nicht von seinem Schlafplatz weg kommt und diesen nicht beschmutzen möchte.

3. Den Wecker stellen und Nachts alle 2 / 3 Stunden aufstehen und mit dem Welpen rausgehen.

Der Vorteil der ersten beiden Methoden ist, das der Welpe lernt sich zu melden und ich schon nach ein paar Nächten den Welpen nicht mehr anleinen muss bzw. die Tür zur Box auf lassen kann.

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