Begegnungen mit Artgenossen

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Begegnungen mit Artgenossen

Begegnungen mit Artgenossen

Wenn ich mit meinen Hunden laufe, bleibt es nicht aus das wir andere Hundehalter mit ihren Vierbeiner begegnen. Die meisten Begegnungen sind unproblematisch; Man läuft aneinander vorbei, grüßt sich oder hält auch mal für ein kurzes Gespräch an. Ist man sich einig, dürfen die Hunde sich kennenlernen und man läuft ein Stück gemeinsam.

Die Ausnahme sind die Hunde die ausflippen sobald sie meine Hunde sehen. Das ansich ist natürlich unschön, aber der Umgang mancher Hundehalter mit ihrem Hund in dieser Situation ist teilweise grenzwertig und macht mich traurig und wütend zugleich.

 

 

Da wird gebrüllt: AUS! PFUI! SCHLUSS!, der Hund am Nacken zu Boden gedrückt oder am Halsband hochgezogen bis die Vorderbeine in der Luft baumeln. Im schlimmsten Fall gibt es noch einen Tritt in die Seite àla CM.

Wer jetzt einigermassen klar Denken kann dem wird bewusst sein, das der Hund sich nicht beruhigt, wenn der Besitzer sich wie eine Wildsau gebärdet. Bin ich als Mensch hysterisch und mit der Situation überfordert, wird mein Hund ganauso reagieren, erst recht wenn noch Gewalt hinzu kommt.

 

Wie macht man es aber richtig?

 

Als erstes muss ich wissen warum mein Hund so reagiert. In den seltensten Fällen ist es tatsächlich Aggression, sondern viel mehr Angst und Unsicherheit, die schon im Welpenalter in die Falsche Bahn gelenkt wurde.

Welpen müssen viel erleben, viel kennenlernen um selbstbewusst zu werden. Allem Neuen wird erstmal mit gesundem Misstrauen begegnet und dazu wird das Unbekannt auch gerne mal angebellt. Das ist auch gut so, denn so stürzt der Welpe sich nicht in jede X beliebige Gefahr. Unterbinde ich aber dieses Verhalten, gib meinem Welpen keine Zeit sich mit Neuen Dingen auseinander zu setzen oder bestrafe ihn sogar mit Leinenruck und scharfen Worten, dann wird mein Welpe nicht lernen seine Ängste zu überwinden und sich auch nicht auf uns verlassen in Situationen die für Ihn schwierig sind.

 

Unser Hund muss also lernen uns zu Vertrauen.

 

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► Das geht nur indem wir als Hundehalter ruhig und entspannt an diese unbehagliche Situation rangehen. Unser Verhalten überträgt sich mit der Zeit auch auf unseren Hund.

► Wir sollten wissen bis zu welchem Abstand zum Gegenüber es für unseren Hund noch erträglich ist, er also noch ansprechbar ist und auf unsere normal gesprochenen Worte reagiert.

► Wir sollten unseren Hund positiv unterstützen, also belohnen, wenn er sich so verhält wie wir es uns wünschen, das geht mit Leckerli oder auch Spiel oder mit einer Kombination von beidem.

► Verhalten was wir nicht möchten sollten wir ignorieren. Hunde lernen schnell und bald wird der Hund merken, das es sich für ihn lohnt ruhig zu bleiben.

► Situtionen die für unseren Hund unerträglich sind, er also ins alte Muster verfällt, sollten wir schnell auflösen, uns also aus dieser Situation rausbringen.

► Wenn wir merken das unser Hund immer sicherer wird, immer besser auf uns reagiert können wir anfangen den Abstand zum Gegenüber langsam zu verkleinern.

 

 

Wenn wir bei diesem Lernmuster bleiben wird der Hund uns vertrauen das wir mit der Situation klar kommen und alles im Griff haben und in Zukunft ohne gepöpel an anderen Hunden vorbei gehen.

Das das ganze nicht übers Wochenende gelernt ist sollte klar sein, man kann gerne minimum 6 Monate einplanen bis man sein Ziel erreicht hat. Wichtig ist das man sich auch an kleinen Schritten in die richtige Richtung erfreut und Rückschläge nicht als Niederlage sieht.

 

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