5 Regeln für die Hundeerziehung

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5 Regeln für die Hundeerziehung

5 Regeln für die Hundeerziehung

Hundeerziehung ist einfach!

Man muss sich nur an ein paar wenige, simple Grundregeln halten.

 

Verständnis:

Egal ob mein Hund als Welpe vom Züchter kommt oder schon als älterer Hund von Privat oder aus dem Tierschutz, muss ich als aller erstes Verständnis dafür haben das mein neues Familienmitglied sich in einer komplett neuen und für ihn fremden Situation befindet. Der Hund wir sich in den seltensten Fällen so verhalten wie ich es mir erhofft habe und je nache dem was er bisher erlebt hat sich vielleicht auch erstmal nur bedrückt in einer Ecke sitzen und sich gar Nichts trauen. Den Hund jetzt zu "seinem Glück" zu zwingen wäre gänzlich verkehrt, besser ist es dem Hund Zeit zu lassen und ihn seine neue Welt auf seine Weise erkunden und endecken zu lassen.

Ich muss auch Verständnis dafür haben das mein Hund nicht immer 7/24 100% leistet, Die Hündin kann läufig sein oder der Rüde hat den Geruch einer läufigen Hündin in der Nase, Vielleicht ist mein Hund auch nicht ganz gesund, oder er hat einfach nur einen schlechten Tag. Ich erwarte von meinen Mitmenschen das sie Verständnis haben wenn ich im Job nicht die volle Leistung bringe weil mein Kopf schmerzt oder ich schlecht geschlafen habe. Dieses Verständnis kann mein Hund auch von mir als Halter verlangen und erwarten.

Auch muss ich Verständnis haben das mein Hund nicht jeden anderen Hund als seinen besten Freund ansieht. Ich als Mensch mag bestimmt auch nicht jeden meiner Nachbarn, grüße aber aus Höflchkeit im vorbeigehen. Wenn meine Hund seine "Feinde" ignoriert sollte mir das genügen und ich sollte nicht verlangen das er auch noch sein Spielzeug mit ihnen teilt.

 

Geduld:

Verstaendnis_Welpe

Hunde lernen unterschiedlich schnell. Einige tun sich leicht, andere brauchen länger um das erwartete zu verstehen. Ich brauche also Geduld, wenn es ums Sitz, Platz und anderes geht. Stetiges wiederholen führt zum Ziel und wenn ich 10 x am Tag meinem Welpen den Hausschuh wegnehme und gegen ein Zerrtau tausche, dann ist das so. Irgendwann versteht der Hund das er den Hausschuh nicht annagen darf und wenn es 6 Wochen dauert, dann dauert es 6 Wochen. 

Je nachdem wie oft ich mit meinem Hund übe kommt auch der Lernerfolg, wobei ich nicht im Hauruck Verfahren 1 x die Woche 1 Std. üben, sondern täglich mehrere kleine 5 - 10 minütige Übungssequenzen abhalten sollte.  Und wenn eine Übung mal nicht klappt muss ich Geduld haben und vielleicht nochmal einen Schritt zurückgehen in der Ausbildung damit mein Hund noch sicherer wird bei dem was er schon kann.

 

Konsequenz:

In der Hundeerziehung muss man konsquent umsetzen was man von seinem Hund erwartet. Dabei geht es nicht um Gewalt, sondern einfach darum sturer und dickköpfiger zu sein als der Hund. Soll mein Hund z.B. an der Straße Sitz machen bevor wir sie überqueren, dann muss er das immer tun sonst geht es nicht weiter. Da kann ich nicht sagen heute ist Sonntag da muss er nicht. Der Hund versteht das nämlich ganz anders. Der vesteht: Wenn ich heute ncht Sitz machen musste dann morgen auch nicht. Auch bei der Konsequenz kommt die Geduld ins Spiel, denn mit Gewalt wird das ganze entweder ein ewiger Machtkampf oder mein Hund verliert das Vertrauen in mich. Stur bleiben, eventuell nochmal zwei, drei Schritte gehen und von Vorne anfangen. 

Konsequent muss ich von Anfang an sein, denn aus dem kleinen Welpen wird mal ein ausgewachsener Hund und was beim Welpen niedlich und lustig ist, ist beim ausgewachsenen Hund schnell mal angst einflössend und sogar gefährlich. Da Hunde ein hin und her oder Hüh und Hott oder Heute so, morgen ganz anders nicht mögen und verstehen, bleibt uns als Halter nur klare Regeln auf zu stellen und uns konsequent an diese zu halten.

Klar gibt es auch Ausnahmen wie immer und überall, das sind kranke und alte Hunde. Ein Hund der operiert wurde und mal gerade ein paar Schritte laufen kann dem muss ich kein Sitz abverlangen genauso wenig wie ich das bei einem alten Hund tun muss der nur noch gemütlich neben uns her trottet.

 

Gelassenheit:

5_Regeln_1

Egal was passiert ich als Halter bin Herr der Lage. Ich Schreie nicht, werde nicht Hysterisch und ich Überreagerie auch nicht. Je ruhiger und sicherer ich mit unangenehmen Situationen umgehe um so ruhiger und gelassener reagiert mein Hund. Das hört sich einfach an, ist es aber nicht, denn mein Hund reagiert auf die kleinsten Veränderungen meinerseits. Also auch, wenn ich mich schon verspanne oder kurz zögere reagiert mein Hund. Das ganze braucht also Übung wobei ich aber nicht die Konfrontasion suchen muss, sondern einfach mit offenen Augen spazierengehen sollte. So werde ich nicht "überrascht" wenn z.B. plötzlich andere Hunde auftauchen, sondern kann mich schon von weitem darauf vorbereiten. Auch alles andere sollte ruhig und entspannt ablaufen, das anleinen, das füttern, die Fellpflege.

Und wenn mein Hund mal einen anderen anknurrt bin ich auch locker und ruhig, denn mein Hund hat gerade mit seinem Gegenüber gesprochen, das tun Hunde nämlich auch mit knurren und bellen ohne das es gleich zum ultimativen Hundekampf kommt. Wenn man seinen Hunde schon einige Jahre hat hört man als Mensch sogar die Feinheiten heraus und kann fast schon ans übersetzen gehen.

 

Zuneigung:

Unsere Hunde lieben uns. Viele würden ihr Leben für Ihren Besitzer geben wenn es sein müsste. Das sollten wir mit der gleichen Liebe zurück geben. Ich muss dafür nicht umbedingt mt meinem Hund das Bett teilen, aber ich sollte mich ab und zu auf gleiche Ebene mit ihm begeben umd ihn einfach zu streicheln, zu knuddeln und zu schmusen. Auch Lob ist eine Art Zuneigung, denn so sagen wir unserem Hund das wir zufrieden mit ihm sind oder sogar stolz auf ihn. Je mehr wir an Zuneigung geben um so mehr bekommen wir auch zurück, denn unser Hund fühlt sich wohl bei uns und die Bindung wird stärker und er möchte in unsere Nähe sein.

 

5_Regeln_2

 

Man könnte das ganze auch etwas kürzer fassen:

 

Wenn ich Verständnis für meinen Hund und sein Verhalten habe, geduldig und konsequent bei der Erziehung bin, gelassen auch mit nervigen Situationen klar komme und meinen Hund zeige das ich ihn mit all seinen Macken Liebe, habe ich den perfekten Begleiter.

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